Lüften – eine Abhilfe gegen Schimmelpilz!
Schlechte Qualität der Luft kann sich negativ auf unser Wohlbefinden auswirken – und die Bildung von Schimmelpilz begünstigen. Täglich sollte deshalb dafür gesorgt werden, dass die Wohnräume mit Frischluft versorgt werden.
Beim Luftaustausch ist kalte, trockene Luft in der Lage, bei Erwärmung auf Raumtemperatur grosse Mengen an Wasser aufzunehmen. Durch den Luftaustausch wird also Feuchtigkeit aus den Wohnräumen hinaus transportiert.
Lüfften im Winter
Im Winter kühlen sich die Wände von Gebäuden mehr aus. Die Aufnahme und Abgabe der Feuchtigkeit durch die kalte, trockene Luft beim Lüften ist noch grösser. In der Praxis zeigt sich daher, dass das Wachstum von Schimmel in vielen Fällen im Winter unterbrochen wird.
Lüften in der Überganszeit
In der Übergangszeit – also im Frühling und Herbst – steigert sich das Wachstum des Schimmelpilzes, da die Innen- und Aussentemperatur nur geringfügig voneinander abweichen. Die Frischluft kann sich nur sehr geringfügig erwärmen und somit nur kleine Mengen an Wasserdampf aufnehmen.
Deshalb sollte die Lüftungs-Intensität in den Übergangszeiten gesteigert werden, um eine effektive Entfeuchtung der Wohnräume zu erzielen. Es sollte morgens und abends intensiv gelüftet werden – möglichst dann, wenn die Luft kühler ist und weniger Wasserdampf enthält.
Einige Richtlinien für richtiges Lüften
- Querlüftung, gegenüberliegende Fenster und Türen offen: 1–5 Minuten lüften
- Ein Fenster halb offen: 5–10 Minuten lüften
- Querlüftung, gegenüberliegende Fenster gekippt und Türen offen: ca. 15 Minuten lüften
- Fenster gekippt: 15 Minuten
Als allgemeiner Grundsatz gilt: oft aber kurz lüften (Stosslüftung)!
Ein langes Öffnen der Fenster führt nicht nur zum Austausch der Innenluft, sondern auch zum Abkühlen der Wände.